Damit Ihr neues Sofa lange schön bleibt

Tipps zur Sofa-Reinigung und Sofa-Pflege

Um Ihr neues Sofa lange schön zu erhalten, braucht es ein wenig Pflege. Dabei ist es vor allem der Bezugsstoff, der regelmäßig gereinigt werden sollte. Die anderen Teile Ihres Sofas sind weniger anspruchsvoll.

Das Gestell: Katzenwäsche genügt

Sichtbare Gestellteile braucht man lediglich ab und zu abstauben. Dafür kommt trockene oder nebelfeuchte Reinigung mit einem weichen Lappen in Frage. Auch das Absaugen mit dem Staubsauger ist möglich. Achten Sie beim Absaugen aber darauf, einen weichen Bürstenaufsatz zu verwendet, um Kratzer in der Oberfläche des Gestells zu vermeiden. Bei sichtbaren Holzteilen sollten Sie Holzpflegemittel wie z.B. Öl oder Möbelpolitur nur mit größter Vorsicht benutzen, um den Bezug des Sofas damit nicht zu beschmutzen.

Die Polsterung: Ab und zu klopfen und aufschütteln 

Das "Innenleben" Ihres Polsters braucht zwar eigentlich keine Pflege, gelegentliches Ausklopfen tut ihm aber gut. Staub wird entfernt und das Polstermaterial wird aufgelockert und besser durchlüftet. Vor allem Sofas mit einer legeren Polsterung, in die man beim Hinsetzen leicht einsinkt, sollten regelmäßig leicht geklopft oder die losen Kissen aufgeschüttelt werden. Denn bei legeren Polsterungen bilden sich zwangsläufig Wellen, Falten und knautschige Bereiche, da Polsterung und Bezug ganz bewusst flexibel und locker verarbeitet wurden. 

Besonderer Hinweis für Sofas mit Bett-Funktion: Achten Sie bei auszieh- oder ausklappbaren Liegeflächen darauf, dass Sie die Polsterung der Liegefläche nach der Benutzung einige Zeit auslüften lassen, bevor
Sie Ihr Gästebett wieder zum Sofa zurückverwandeln. So beugen Sie der Bildung von Schimmel oder Stockflecken wirkungsvoll vor.

Der Bezug: Richtige Pflege verlängert die Haltbarkeit

Routinereinigung für Stoff und Leder: Saugen und wischen tut gut!

Egal ob Stoff oder Leder, die richtige Pflege erhöht die Haltbarkeit Ihres Sofabezugs und hält ihn lange schön. Dabei ist die Sache einfacher, als man vielleicht denkt. Die im folgenden beschriebenen Vorgehensweise eignet sich für die allermeisten Bezugsmaterialien:

Achtung: Beachten Sie unbedingt die Pflegeanleitung des Herstellers und richten Sie sich primär nach dieser! Besonders wichtig ist das während der Garantiezeit. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie Ihre Garantieansprüche verlieren!

Regelmäßig absaugen: Staub, Sand und Krümel lagern sich zwangsläufig auf dem Bezug ab. Durch die normale Benutzung werden die Partikel tiefer in den Stoff hineingerieben oder drücken sich in die Oberfläche des Leders. Die entstehende Reibung strapaziert das Material. Das beste Mittel: Regelmäßig absaugen! Das gilt durchaus auch für Leder, da feine Schmutzpartikel sich in Ritzen und Nähten sammeln, wo sie durch Abwischen nur schwer entfernt werden können. Alternativ kann ein Ledersofa auch mit einer weichen Bürste oder einem Handbesen mit weichen Naturhaarborsten abgekehrt werden. (Bürste oder Handbesen nur zur Sofapflege benutzen!) Wer zum Staubsauger greift, sollte auf den richtigen Aufsatz achten: Spezielle Polsterdüsen mit weichen Auflagen eignen sich besonders für Flachgewebe. Für Polgewebe (Velours) und Leder kann auch ein Bürstenaufsatz benutzt werden, der nicht zu hart sein sollte, um das Material nicht aufzurauen!

Wichtig: Stellen Sie den Staubsauger auf niedrige Saugleistung! Zu kräftiges Saugen kann feine Fasern von Polstermaterialien wie Rosshaar, Wollvlies oder Polyesterwatte durch den Bezug saugen. Außerdem kann der Bezug überdehnt werden, wenn er von Staubsauger halb eingesaugt wird, was vor allem bei Sofas mit legerer Polsterung und nur locker gespanntem Bezug leicht passieren kann.

Ab und zu feucht abwischen: Die gesamte Fläche des Sofas sollte ab und zu mit einem feuchten (keinesfalls nassen!) Lappen abgewischt werden. Das gilt nicht nur für Leder, sondern auch für Stoffbezüge. (Ausnahme: der Hersteller rät explizit von jeder feuchten Reinigung ab!) Dafür eignet sich am besten handwarmes Wasser und ein fusselfreies Tuch oder Wischleder. Vorsicht mit farbigen Lappen! Sie färben oft ab und können auf hellen Bezügen sichtbare Flecken hinterlassen. Auf jeden Fall sollte der Lappen sauber sein und vor dem Einsatz gründlich unter fließendem Wasser ausgewaschen und mehrfach gut ausgewrungen werden. Wer ein Reinigungsmittel verwenden möchte, wählt vorzugsweise das vom Hersteller empfohlene Produkt, besonders während der Garantiezeit! Ansonsten gibt man in einen Eimer mit Wasser am besten ein klein wenig Neutralseife. Das Reinigungsmittel sollte in jedem Fall weiß oder farblos sein, besonders bei hellen Sofas! Achten Sie darauf, dass die Seife sich komplett im Wasser auflöst! Tauchen Sie den Lappen ins Wasser und wringen sie ihn so lange aus, bis kein Wasser mehr herauskommt. Dann hat der Lappen den richtigen Feuchtegrad. Nun klemmen Sie den Rand des Lappens zwischen Daumen und Zeigefinger und Wischen mit der flachen Hand und nur leichtem Druck langsam über den Bezug. Besonders bei Polgeweben (Velours) am besten jeden Bereich ein mal von rechts nach links und ein mal von links nach rechts wischen. Ist der Lappen sichtbar verschmutzt, waschen und wringen Sie ihn aus und fahren dann fort. Nach der Feuchtreinigung sollte der Bezug vollständig trocknen, bevor sie das Sofa wieder benutzen, denn das Dehnverhalten feuchter Stoffe ist anders als das trockener Stoffe. Deshalb entstehen in feuchten Bezügen leicht Dehnungsdellen. 

Übrigens: Die Feuchtreinigung dient nicht nur der Sauberkeit. Sowohl Stoff- als auch Lederbezüge profitieren von in Maßen zugeführter Feuchtigkeit. Sie erhält die Elastizität der Fasern und schützt auch vor elektrostatischer Aufladung.

Leitungswasser oder destilliertes Wasser? Viele Hersteller empfehlen zur Reinigung des Bezugs aus Sicherheitsgründen grundsätzlich die Verwendung von destilliertem Wasser. Der Grund: Leitungswasser enthält Kalk, der nach dem Trocknen Flecken und Ränder auf dem Bezug hinterlassen kann. Besonders deutlich können diese auf sehr hellen oder sehr dunklen, unifarbenen Bezügen und insbesondere auf Leder zu erkennen sein. Da bei der Routinereinigung aber nur mit einem leicht feuchten Lappen gearbeitet werden soll und bei sachgemäßer Durchführung keine durchfeuchteten Stellen entstehen, ist die Gefahr von Kalkrändern hier relativ gering. Wenn Sie aber besonders kalkhaltiges Leitungswasser haben oder auf Nummer Sicher gehen möchten, dann verwenden Sie – vor allem in der Garantiezeit – auch zur Routinereinigung nur destilliertes Wasser. Zur Fleckentfernung oder bei stärkerer Verschmutzung, die eine Durchfeuchtung des Bezugs erfordert, sollten Sie in jedem Fall destilliertes Wasser verwenden.