Bei stärkeren großflächigen Verschmutzungen, die durch den normalen Gebrauch entstanden sind, sich aber im Rahmen der Routinereinigung nicht mehr entfernen lassen, kann der betroffene Bereich mit Neutralseife, speziellen Polsterreinigungsmitteln oder – im Falle von Leder – spezieller Lederpflegeseife eingeschäumt werden. Verwenden Sie dazu ein weißes, fusselfreies Tuch und arbeiten Sie das Reinigungsmittel unter leichtem Tupfen ein. Entfernen Sie dann mit einem trockenen Küchenpapier eventuelle Schaumreste von der Oberfläche und tupfen Sie den Bereich mit trockenem Küchenpapier ab. Behandeln Sie den eingeschäumten Bereich dann mit klarem, destilliertem Wasser nach und drücken Sie zum Schluss trockenes Küchenpapier leicht auf die Oberfläche, um die Feuchtigkeit zu entfernen. Benutzen Sie Ihr Sofa erst wieder, wenn der Bezug vollständig getrocknet ist. Empfiehlt der Hersteller bestimmte Reinigungsmittel, dann verwenden Sie, vor allem während der Garantiezeit, sicherheitshalber nur diese.

Fleckentfernung
Grundsätzlich sollten Sie alle Mittel, die Sie zur Fleckentfernung einsetzen, vorher an einer unauffälligen Stelle des Sofas testen! Färbt der Bezug ab? Oder verändert sich die Oberfläche? Dann lieber Finger weg von dem Mittel. Ein Fleck ist immer noch besser als ein kaputter Bezugstoff! Beachten Sie außerdem stets die Pflegeanleitung des Herstellers.
Fleckentfernung gelingt am leichtesten, wenn Sie möglichst sofort damit beginnen. Eingetrocknete Flecken sind immer viel schwerer zu entfernen. Groben Schmutz nehmen Sie mit einem trockenen Küchenpapier auf. Bei verschütteten Flüssigkeiten legen Sie möglichst rasch ein trockenes Tuch oder Küchenpapier auf und tupfen dann nach, um das weitere Einsickern in den Bezug möglichst zu verhindern. Das weitere Vorgehen hängt sehr von der Art des Flecks ab. Arbeiten Sie aber nach Möglichkeit vom Rand des Flecks zu dessen Mitte hin, um den Fleck nicht noch weiter zu vergrößern.
Eiweißhaltige Substanzen (Rohes Ei, Blut, Kot, Urin) sofort mit möglichst kaltem destilliertem Wasser auswaschen, da warmes Wasser das Eiweiß gerinnen lässt und der Fleck sich so erst richtig festsetzt. Danach eventuell mit Neutralseife, speziellem Fleckentferner oder dem vom Hersteller empfohlenen Reinigungsmittel behandeln. Mit klarem destilliertem Wasser nachbehandeln.
Speisen und Getränke, Kosmetika, Parfüm, Kugelschreiber, Tinte etc. sofort mit kalter oder lauwarmer Neutralseifenlösung oder dem vom Hersteller empfohlenen Reinigungsmittel behandeln. Mit klarem destilliertem Wasser nachbehandeln.
Lack, Harz, Schmieröl, Kleber etc. können in aller Regel nur mit Waschbenzin oder Fleckenwasser entfernt werden, da solche Substanzen nicht wasserlöslich sind. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Denn das Lösungsmittel kann die Farbe angreifen und insbesondere bei Flockstoffen sogar zum Faserverlust führen.Testen Sie daher zunächst an unauffälliger Stelle!
Kerzenwachs: Zerbröckeln Sie statt dessen das Wachs und schaben es vorsichtig ab. Eventuell mit Waschbenzin oder speziellen Fleckentferner nacharbeiten.
Kaugummi, Knetgummi: Legen Sie ein Kühlaggregat oder in eine dichte Tüte verpackte Eiswürfel auf den Fleck. Wenn der Kau- oder Knetgummi ausgehärtet ist, lässt er sich meist gut entfernen.
Eingetrocknetes Blut: Zitronensäurepulver (aus der Apotheke) in Wasser auflösen (ein knapper Esslöffel auf 150 ml Wasser) und damit ein weißes Tuch tränken. Damit den Fleck vom Rand zur Mitte hin bearbeiten. Mit klarem, destilliertem Wasser nacharbeiten.
Was tun, wenn gerade kein destilliertes Wasser im Haus ist?
Sie haben gerade einen Fleck aufs Sofa gemacht, aber kein destilliertes Wasser im Haus? Statt erst einkaufen zu gehen, sollten sie den Fleck mit Leitungswasser behandeln und später mit destilliertem Wasser nacharbeiten, um eventuelle Kalkränder wieder zu entfernen.