bezeichnet beim Leder das leichtes Entfernen von Narbenschäden, um einen veloursartigen Griff zu erzeugen.
Ein Vorbereitungsprozess für die Gerbung. Durch diesen Arbeitsschritt werden durch die Wirkung der Äscherchemikalien Haare und Oberhaut zerstört oder soweit gelockert, dass sie leicht mechanisch entfernt werden können.
der Markenname eines Mikrofaser-Vliesstoffs mit nubuk-ähnlicher Erscheinung. Es wird aus Polyester-Mikrofasern und Polyurethan hergestellt und als Bezugsstoff verwendet.
Die als Anilinleder bezeichneten Leder erhalten eine Durchfärbung mit wasserlöslichen Anilinfarbstoffen. Anilinfarben färben transparent. Sie verdecken nichts. Anilinfarben erhalten dem Leder am meisten seine natürlichen Eigenschaften. Es bleibt angenehm weich und griffig.
Bezeichnung für eine Lederbearbeitung. Je nach Bedarf und Beschaffenheit der Haut können die Narben oder die Fleischseite angeschliffen werden, um den so genannten velousartigen Effekt zu erzielen.
Ein Arbeitsschritt der Lederherstellung. Beim Trocknen zieht sich das Leder zusammen und sieht danach schrumpelig aus. Um vorhandene Falten oder Runzeln zu beseitigen und um eine glatte Oberfläche zu erzielen, wird das Leder gespannt und ausgestoßen.
Flache Spiralfedern, die zur Unterfederung der Polstermöbel eingesetzt werden.
Elemente, die auf bestimmten, meist großflächigen, relativ weichen Materialien Angriffspunkte für Kräfte bieten oder auch nur der Verzierung dienen. Am Polstermöbel ermöglichen sie Neigungsveränderungen, Höhen- und Tiefenverstellbarkeit, Drehbarkeit, Schwenkbarkeit, Winkelstellungsveränderungen und Auszug.
Textilien, die für die Polsterherstellung geeignet sind. Auswahlkriterien sollten Scheuerbeständigkeit, Lichtechtheit, Reibechtheit, Pillbildung und elektrostatisches Verhalten sein, um als Bezug eines Polstermöbels möglichst lange ansehnlich zu bleiben.
Das Behandeln von Textilien mit Oxidations- oder Reduktionsmitteln zum Erzielen eines bestimmten Weißgrades. Gebleicht wird durch Waschen, Abkochen und mit Hilfe von Chemikalien.
Gestellausführung, bei der alle wesentlichen Gestellteile überpolstert bzw. bezogen sind.
Eine gerade oder gewölbte Naht, die den Bezugsstoff mit dem Grundpolster verbindet und an dieser Stelle eine tiefe Einschnürung treten lässt.
Bezeichung für mehrfarbig schimmernde Optik eines Stoffes. Der dekorative Effekt entsteht durch Verwendung unterschiedlich gefärbter Kett- und Schussfäden. Changierende Stellen können bei Velouren und Chenillestoffen entstehen, wenn sich der Flor auf den Sitzflächen flach legt.
Chemisch und industriell hergestellte Fasern aus natürlichen Polymeren (z.B.: Zellulose, Latex, Algen, Eiweiß) oder synthetischen Polymeren und anorganischen Stoffen. Aus Chemiefasern hergestellte Möbelbezugsstoffe haben gute Gebrauchseigenschaften, sind pflegeleicht und strapazierfähig.
Stoffe aus speziellen Garnen: Der Garnfaden ist von flauschigen Härchen umgeben, die dem Stoff eine samtartige Oberfläche verleihen.
Das Aufrauhen der Fleischseite einer Lederhaut mit Hilfe von Schmirgelbändern, um einen veloursartigen Griff beim Leder zu erzeugen.
Ein Markenname für eine hochwertige Chemiefaser auf der Basis von Polyester. Sie wird als Füllmaterial und Wattevlies für Polsterabdeckungen und als Garn für Bezugsstoffe eingesetzt
Borte mit Kante aus Fransen oder Schlingen.
Ein zusätzlich aufgesetztes Einfassband zur Sicherung der Schnittkante des Bezugsmaterials.
Bei der Entkälkung werden die noch vom Äscher her mechanisch eingelagerten und chemisch gebundenen Äscherchemikalien neutralisiert und in leicht lösliche Salze überführt, die beim anschließenden Spülen oder Waschen des Leders ausgespült werden.
Möbelbezugsstoff mit fein genoppter Oberfläche.
Mit Hilfe eines scharf geschliffenen Messerzylinders wird das Leder auf der Fleischseite gefalzt und erhält dadurch eine gleichmäßige Stärke.
Die Farbechtheit eines Stoffes garantiert, dass seine Farben weder am Tageslicht verblassen noch durch Reibung Schaden nehmen oder sich durch Wasser und Alkalien auswaschen lassen.
Dient als Polsterabdeckung, um das Aufscheuern des Bezugsstoffs zu verhindern.
Flache Spiralfedern mit einer Breite von ca. 1,5 mm. Sie werden als federnder Untergrund bei Sitzkissen- bzw. Rückenkissenpolsterungen und als Unterfederung eingesetzt.
Dient der Polsterung fester Sitze. Umlaufende Bandstahlrahmen, die den Federkern stabilisieren, und Spiralen, die die Federn miteinander verbinden, gewähren den Sitzkomfort.
Zur Unterfederung von Stühlen.
Der letzte Arbeitsgang bei der Lederherstellung vor dem Trocknen. Hierdurch trocknet das Leder nach der Gerbung nicht aus oder wird hart.
Eine Federart mit Zug- und Druckwirkung. Sie wird für den Rahmenbau verwendet.
Stoffgewebe, die von einem Flachwebstuhl mit waagerecht, flach verlaufender Kette kommen.
Zur Reduzierung der Brennbarkeit von Textilien.
Samtähnliche oder genoppte Oberfläche von Textilgeweben.
Polsterteil mit einheitlichem Raumgewicht und gleichmäßiger Stauchhärte, das in einem Arbeitsgang geschäumt wird.
Stühle oder Sessel mit in S-Form gebogenem Rahmen, die beim Sitzen leicht federn.
Chemische Behandlung von Textilien zum Schutz vor Pilzbefall.
Elemente und Mechaniken. Beim Polstermöbel ermöglichen sie Verstellbarkeit und Neigungsveränderungen und sorgen für zusätzlichen Nutzen.
Polstermöbel mit speziellen Funktionen: Sofa mit abklappbarer Armlehner, verstellbarer Rückenlehne.
Eine Zusammenstellung von Polstermöbelgruppen. Zum Beispiel ein Sofa und zwei Sessel.
Lederherstellungsvorgang, um das Leder unverweslich und haltbar zu machen.
Um eine Glättung des Leders und eine Glanzsteigerung zu erreichen, werden mittels Maschinen Glas- oder Achatrollen über die Narbenschicht des Leders geführt. Zuvor wird noch eine Wachsschicht aufgetragen. Geeignet für Chrom- oder Blankleder.
Klassische Jacquardgewebe.
Zum Aufbau von Polstermöbeln. Gummigurte werden für elastische Rücken- und Sitzpolsterungen verwendet, unelastische Gurte aus Jute für die Unterpolsterung.
Der Begriff kommt vom griechischen Ausdruck für "greifbar" und bezeichnet alles, was über den Tastsinn wahrgenommen wird. Beim Bezugsstoff also, wie es sich anfühlt.
Ein Sessel mit überproportional hoher Rückenlehne von 105 bis 110 cm.
Ein kleines Sitzmöbel ohne Lehnen.
Ein dekorativer textiler Überwurf für Polstermöbel.
Arbeitsgang der Lederherstellung, um das Leder wasserabweisend zu machen. Die Faserzwischenräume werden hierzu mit einer wasserdichten Substanz geschlossen.
Der Abstand, in dem sich ein Stoffmuster der Höhe nach, also in Kettrichtung, wiederholt.
Ein Gewebe, bei denen die Muster nicht aufgedruckt werden, sondern durch aufwendiges Verweben der Garne entstehen. Nach dem Erfinder Joseph-Maria Jacquard benannt.
Schmale Gewebestreifen aus Jutegarnen für Sitz- und Rückenpolsterung.
Kaltschaum ist ein Polyurethan (PU oder PUR), hergestellt aus Isocyanaten und mehrfunktionalen Alkoholen (Polyole). Kaltschaum wird auch als HR-Schaum (high resilient) bezeichnet, weil er mit höherer Stauchhärte hergestellt werden kann als konventioneller Heißschaum.
Eine Doppelnaht, bei der die überstehenden Nahtränder schmalkantig abgesteppt sind.
Eine Schnur, die in ein Stoffband gefasst ist.
Längsfaden und Gerüst von Textilgeweben.
Eine besondere Art der Lederverarbeitung, um die natürlichen Narben besonders zum Vorschein kommen zu lassen. Hierbei wird das nasse Leder mithilfe zweier Walzen über eine Blechkante gezogen.
Die Köperbindung zählt zu den drei Grundbindungen. Ihr Rapport geht über mindestens drei Kett- und drei Schussfäden. Durch die Bindung ergeben sich die charakteristischen, diagonal im Gewebe verlaufenden Rippen.
Die Färbung der Leder erfolgt vorwiegend in rotierenden Fässern oder in Trommelmaschinen. Die drei Methoden: Anilinfärbung (Transparenfärbung), Semi-Anilinfärbung (leicht pigmentiertes Leder) und die Pigmentfärbung (Deckfarbenzurichtung).
Die Bewertung der Farbechtheit von Textilien gegenüber dem Tageslicht. Die Lichtechtheit wird in einer Skala von 1 bis 8 klassifiziert, wobei 1 die schlechteste und 8 die beste Lichtnote darstellt. Beobachtet wird die deutliche Veränderung von Muster und Farbe im Verhältnis zur Typfärbung.
Der Glanz einer Faser, eines Garns oder eines Stoffes.
Ein Arbeitsschritt der Lederverarbeitung. Im Millfass werden die Leder trocken, also ohne Wasser, gedreht und dadurch weichgeschlagen. Hierdurch wird eine besonders weiche Lederqualität mit einem angenehmen, vollen Griff erzielt. Der wohl bekannteste gemillte Ledertyp ist Nappa-Leder.
Möbelstoffe mit Musterungen, die an Holzmaserungen oder Wasserwellen erinnern.
Aus Tierhaaren oder Pflanzen gewonnenes Material wie Baumwolle, Jute, Leinen, Schurwolle und Seide.
Eine Polstervorwölbung in der Rückenlehnen eines Polstermöbels. In der Höhe der Lendenwirbel erhöht die Nierenstütze den Sitzkomfort.
Gattungsbegriff für Polyamidfasern
Ein Sofa ohne richtige Rückenlehne und mit nur einer Armlehne.
Polyurethane (PU, DIN-Kurzzeichen: PUR) sind Kunststoffe oder Kunstharze, welche aus der Polyadditionsreaktion von Diolen beziehungsweise Polyolen mit Polyisocyanaten entstehen. Zur Herstellung von Polyurethan(PUR)-Weichschaumstoffen werden die flüssigen Basisrohstoffe Polyalkohole, kurz Polyole, und Polyisocyanate, kurz Isocyanate genannt, in einem genau definierten Mengenverhältnis eingesetzt. Polyaddition heißt: Alkohol (Polyol) und Isocyanat, zwei organische Verbindungen, werden in einem chemischen Reaktionsprozess zu langkettigen (Makro-) Molekülen verbunden. Die Beimischung von Wasser führt zur CO2-Bildung, wodurch die Mischung aufschäumt und die Zellstruktur des Schaumstoffs entsteht.
Knötchenbildung bei Möbelstoffen aus Mischgewebe (z.B.: Schurwolle). Entsteht durch Gebrauch, Scheuern der Oberfläche. Die Knötchenfasern nennt man Pills.
Das Baugerüst und somit das Fundament eines jeden Polstermöbels, das in der Form, dem verwendeten Werkstoff und dem Aufbau unterschiedlich ist.
Schutzschicht zwischen Schaumstoff und Bezug. Es verhindert das Durchscheuern des Möbelstoffs von der Unterseite und besteht überwiegend aus Polyester.
EIn sich ständig wiederholendes Muster im Stoff.
Bezeichnung für die Qualität von Schaumstoff in Kilogramm pro Kubikmeter. Die Faustregel: Je höher das Raumgewicht, desto besser die Gebrauchseigenschaften.
Ein Sofa mit einer Arm- und einer Rückenlehne, benannt nach Julie Recamiere 1777 - 1849.
Bezeichnung für die Widerstandsfähigkeit der Farbe von Möbelstoffen gegenüber einem Abreiben oder Anbluten (Abfärben) an andere Textilien. Die Beurteilung erfolgt in 5 Stufen (Echtheitszahlen), wobei Stufe "5" eine sehr hohe Reibechtheit bedeutet und Stufe "1" eine sehr geringe.
Oberbegriff für einen Sessel mit Funktionen wie Rücken- oder Fußpositionsverstellung. Die Positionen lassen sich manuell oder per Motor verstellen.
Eine Art Volant aus dem Bezugsstoff eines Polstermöbels, der den unteren Abschluss bildet.
Die Scheuerbeständigkeit gibt die Strapazierfähigkeit eines Möbelstoffes an und wird im Scheuertest festgestellt.
Scheuertouren sind Maß für die Widerstandsfähigkeit von Stoffen. Je höher die Anzahl der Touren, desto höher die Resistenz gegen Abrieb und Verschleiß. Getestet wird nach dem Martindale-Verfahren. Bei diesem Test auf einer Martindale-Prüfmaschine wird der Stoff gegen einen Kammgarnstoff gerieben, um Verschleiß zu simulieren. Der Apparat erfasst die Zahl der Reibzyklen (oder Scheuerhübe), denen der Stoff ausgesetzt war, bis ein physikalisch eindeutig bestimmbarer Endpunkt erreicht wird. Dieser Endpunkt ist erreicht, wenn drei Fäden des Stoffes so durchgescheuert sind, dass sie brechen, und die Scheuerzahl ist dann die Anzahl der Zyklen zum Zeitpunkt des Bruches.
Ein Arbeitsvorgang der Lederverarbeitung. Die Narben- oder Fleischseite des Leders wird angeschliffen, um einen samt- oder veloursartigen Effekt zu erzielen.
Eiweißfaser aus dem erhärteten Sekret der Seidenraupe.
Die Kombination von Pigmentfarben und Anilinfärbung. Polsterleder in pigmentierter, also gedeckter Ausführung wird mit einer deckenden schützenden Farbschicht übersprüht. Dieses Leder ist in der Oberfläche glatt oder geprägt
Eine Polstergestellart, bei der wesentliche Holzteile sichtbar bleiben, z.B. die Armlehnen.
Die Sitzhöhe eines Polstermöbels wird vom höchsten Punkt des Sitzes zum Fußboden gemessen. Sie beträgt zwischen ca. 38 und 46 cm.
Sitzlandschaft
Changierende Flecken bei Velourstoffen, die durch Wärme und Körperdruck entstehen.
Die Sitztiefe wird die Fläche von der Vorderkante des Sitzes bis zur Rückenlehne gemessen. Sie beträgt zwischen ca. 50 und 56 cm.
Je nach Tier und Bereich des Körpers hat eine Lederhaut unterschiedliche Stärken, diese wird durch das Spalten auf eine gleichmäßige Dichte gebracht. Dabei entstehen Narbenspalt (obere Teil der Haut) Mittelspalt und Fleischspalt (untere Teil der Haut).
Ein Arbeitsschritt der Lederverarbeitung, bei dem das Leder mit einer Farblösung überwischt wird und die erhabenen Stellen der Oberfläche angefärbt werden.
Eine Art der Lederfärbung (Anilinleder), bei der wasserlösliche Farbsubstanzen in die Hautfaser einziehen und das Leder färben. Die Poren bleiben dabei offen und Naturmerkmale bleiben erhalten.
Basis des Polstermöbelaufbaus. Meistens werden Stahlwellenfedern, Federkern oder Elastikgurte verwendet.
Der französische Begriff für Florstoffe. Hiebei handelt es sich um Stoffgewebe mit aufrecht stehendem oder gelegtem Flor.
Eine Rindlederart, bei der die Rückseite angeschliffen ist und mit der angerauhten Seite nach außen verarbeitet wird (Rauhleder).
Eine Chemiefaser mit natürlichen Eigenschaften, die aus Zellulose gewonnen wird.
Ein Arbeitsschritt der Lederverarbeitung. Das Leder wird in Wasser geweicht und gereinigt, lösliche Eiweißstoffe werden dadurch ausgewaschen und das Leder wird geschmeidigt.
Test zur Bestimmung der Lichtechtheit von Textilfärbungen. Hierbei werden Stoffe unter eine Xenonlampe, die dem Tageslicht gleicht, gelegt.
Sichtbare Befestigung von Spannteilen oder dekorative Betonung von Armlehnen, vernickelt, vermessingt oder aus Kunststoff, mit glatten Köpfen oder ornamentiert.
Zylinderfederkerne bestehen aus oberflächenveredelten zylindrischen Stahlfedern, die ineinander gedreht und zu einer Federungseinheit verbunden sind.